Norddeutschlands härtester Marathon – so steht es in der Ausschreibung zum 33.Harz-Gebirgslauf, aber nach guter Vorbeitung im Raum Elvershausen und Goslar nehme ich es gelassen. Ankommen ist alles, ich hoffe unter 5 Stunden. Gestartet wird um 9 Uhr in Hasserode, einem Ortsteil von Werningerode. Gut eine Stunde vorher bin ich auf dem Startgelände an der Himmelspforte (welch passender Name )

Die Strecke  führt zunächst in leichtem Auf und Ab nach Ilsenburg (km 9). Dort befindet sich die erste Verpflegungsstation. Etwas verdutzt betrachte ich das reichhaltige Angebot, aber Haferschleim und Schmalzbrote möchte ich nun doch nicht ausprobieren. Ich beschränke mich auf Banane und Tee. Dann folgt ein landschaftlich besonders reizvoller Streckenabschnitt, immer an der Ilse entlang geht es noch ca. 3 km in leicht welligem Gelände weiter. Bei km 12 ist es dann vorbei mit dem gemütlichen Laufen. Es geht steil bergauf, ich gehe in den strammen Wanderschritt über. Flachere und steile Passagen wechseln sich ab, bis bei km 16 der berühmt-berüchtigte Beton-Plattenweg beginnt. Dieses Relikt aus DDR-Zeiten (es war der Beobachtungsweg der ehemaligen Grenztruppen) führt mit Steigungen bis zu 25% die letzten 3,5 km zum Gipfel hoch. Jetzt  gehen (fast) alle. Bei ca. Km 19,5 erreiche ich den Brocken.

Die ersten km nach dem Gipfel geht es auf einer Asphaltstraße flott abwärts, leider sind die Temperaturen deutlich kühler als unten , dass ich gar nicht richtig ins Rollen kam. Nach 2 Km ging es dann wieder perfekt weiter bis km 31. Aber was ist das? Ein saftiger Anstieg wartet auf die Läufer. Das tut richtig weh in den Oberschenkeln. Doch wieso bin ich schon bei km 33? Das Rätsel löst sich einen km weiter, da hängt das 32-Schild. Der Veranstalter hat die beiden Schilder verwechselt. Na macht nichts, jetzt rollt es abwärts bis ins Ziel, denke ich. Leider nicht, bei km 36 wartet der nächste Anstieg .
 Aber dann ist es fast geschafft. Es geht abwärts und netterweise hängen jetzt andere Schilder an den Bäumen. „Noch 5 km“ heißt es das nächste Mal,  dann nur noch 4 km, nur noch 3 km, die Beine sind deutlich zu spüren . Dann 2 km, nur noch 1 km, jetzt noch mal Endspurt, GESCHAFFT! Nach 5:13:00 h bin ich im Ziel. Hier erwartet die Läufer ein Teller heiße Erbsen- oder Kartoffelsuppe und ein Hasseröder Pils. Die außergewöhnlich schöne Urkunde kann man sich auch gleich ausdrucken lassen.

Norddeutschlands härtester Marathon – das war nicht untertrieben, trotzdem kann ich diesen schönen Landschaftsmarathon nur jedem empfehlen.
sportliche Grüße
Andreas Schmull

http://www.youtube.com/watch?v=ZrNonjTBdmQ 
  


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